Crème Brûlée mit knuspriger Karamellkruste und frischen Beeren

Rezept von Markus Kapeller

Crème Brûlée

mit knuspriger Karamellkruste

„Die Crème Brûlée gehört für mich zu den Klassikern, die auf meiner Homepage einfach nicht fehlen dürfen. Ich mag Desserts, bei denen man schon beim ersten Löffel weiß, warum sie seit Jahrzehnten funktionieren. Für mich muss eine Crème Brûlée richtig kalt und schön cremig sein. Den Zucker karamellisiere ich erst kurz vor dem Servieren – dann ist die Kruste noch leicht warm und knackt beim ersten Löffel, während die Creme darunter kalt bleibt. Genau dieser Unterschied macht für mich eine richtig gute Crème Brûlée aus.“
Zum Rezept
Portionen 4 Portionen
Vorbereitung 15 Minuten
Garzeit 35 Minuten
Schwierigkeit Einfach
Saison Ganzjährig
Getränkeempfehlung Espresso

Schritt für Schritt zum Gericht

1. Creme vorbereiten

Den Backofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Eier, Eigelb, das Mark der Tahiti-Vanilleschote und den Zucker in einer Schüssel mit einem Schneebesen verrühren. Anschließend das Schlagobers langsam unter ständigem Rühren einfließen lassen, bis eine gleichmäßige Creme entsteht.

2. Im Wasserbad backen

Die ofenfesten Förmchen zu etwa zwei Dritteln mit der Creme füllen. Ein tiefes Backblech mit heißem Wasser füllen und die Förmchen hineinstellen.

Das Backblech vorsichtig auf die mittlere Schiene des Backofens schieben und die Crème Brûlée etwa 30–40 Minuten stocken lassen.

3. Auskühlen lassen

Ob die Creme fertig ist, erkennst du mit einem leichten Rütteltest. Bewegt sich nur die Mitte noch ganz leicht, ist die Crème Brûlée perfekt gegart.

Die Förmchen aus dem Wasserbad nehmen und vollständig auskühlen lassen. Anschließend für mindestens 3 Stunden – besser über Nacht – im Kühlschrank gut durchkühlen.

4. Karamellisieren

Kurz vor dem Servieren jede Creme gleichmäßig mit Demerara-Zucker bestreuen und den Zucker mit einem Bunsenbrenner oder unter dem heißen Backofengrill goldbraun karamellisieren, bis eine dünne, knusprige Kruste entsteht.

Mein Tipp

Besonders gut schmeckt die Crème Brûlée mit frischen Beeren. Heidelbeeren können bereits vor dem Backen in die Förmchen gegeben werden. Alternativ passt eine fruchtige Himbeersauce oder ein Beerenragout hervorragend zur warmen Karamellkruste und der kühlen Vanillecreme.

Persönlich empfohlen

Markus’ Tipp

„Zum Karamellisieren nehme ich gerne Demerara-Zucker oder groben Kristallzucker. Wichtig ist mir, dass die Crème vorher richtig kalt ist und der Zucker erst unmittelbar vor dem Servieren karamellisiert wird. Oben muss es beim ersten Löffel richtig knacken, darunter bleibt die Crème schön kalt und cremig.

Beim Grundrezept kann man ruhig ein bisschen variieren. Statt 500 g Schlagobers nehme ich manchmal 250 g Schlagobers und 250 ml Milch. Mit Crème fraîche wird die Crème etwas kräftiger und bekommt eine feine Säure. Auch bei den Aromen muss es nicht immer Vanille sein – Tonkabohne, Zimt oder Kardamom funktionieren genauso gut.

Meine Liebe zur Crème Brûlée kommt übrigens aus Paris. Dort hat mich dieses eigentlich so einfache Dessert völlig erwischt – und seit diesem Tag gehört es auch in meiner Küche zu den Highlights. Über die Jahre habe ich sie in den verschiedensten Geschmacksrichtungen gemacht. Aber dieses Spiel aus kalter Crème und frisch gebrannter, noch warmer Kruste muss immer bleiben.“

Das zeichnet dieses Rezept aus.

Kategorie Desserts
Küchenstil Französische Küche
Technik Backen
Hauptzutat Ei
Restaurant Im ARX serviert