Rehfleisch für Rehragout in Würfel schneiden

Rezept von Markus Kapeller

Rehragout mit Beeren und Knödel

Tradition modern interpretiert

„Rehragout ist für mich eines dieser Gerichte, auf die ich mich jedes Jahr wieder freue. Langsam geschmortes Reh, ordentlich Wurzelgemüse, ein paar Beeren für die Frucht und lockere Knödel dazu – mehr braucht es für mich an einem kühlen Herbsttag eigentlich nicht.“
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Portionen 4 Personen
Vorbereitung 30 Minuten
Garzeit ca. 2 Stunden
Schwierigkeit Mittel
Getränkeempfehlung Kräftiger Blaufränkisch, Zweigelt Reserve oder Pinot Noir

Schritt für Schritt zum Gericht

Rehragout

Wurzelgemüse und Zwiebel klein schneiden und mit einer Prise Zucker in heißem Fett kräftig anrösten, bis eine schöne Bräunung entsteht. Das in etwa 3–4 cm große Fleisch dazugeben, salzen und mit Wasser, Orangensaft und Rotwein aufgießen.

Wildgewürz „Rustikal“, Allrounder, Lamm & Kürbis sowie die Preiselbeeren einrühren und das Ragout bei niedriger Hitze langsam schmoren lassen, bis das Fleisch zart ist.

Das Fleisch anschließend aus der Sauce nehmen. Die Sauce mit Wasser und Sojasauce ergänzen, einmal aufkochen und anschließend durch ein feines Sieb passieren. Kartoffel- oder Maisstärke mit etwas kaltem Wasser verrühren und die Sauce damit leicht binden.

Etwa 10 Minuten vor dem Servieren das Fleisch wieder in die Sauce geben und sanft ziehen lassen.


Serviettenknödel

Eier, Milch und Salz miteinander verrühren. Die Zwiebel fein würfeln und in Butter glasig anschwitzen.

Semmelwürfel, Eiermilch, Zwiebeln und gehackte Petersilie gut vermengen und die Masse etwa 20 Minuten ruhen lassen.

Eine saubere Stoffserviette oder alternativ Alufolie mit flüssiger Butter bestreichen. Aus der Knödelmasse eine etwa 5–7 cm dicke Rolle formen und straff einrollen. Die Enden der Serviette mit Küchengarn abbinden, bei der Alufolie die Enden gut eindrehen.

Die Rolle in leicht siedendem Salzwasser etwa 30 Minuten gar ziehen lassen. Anschließend herausheben, auswickeln und in 1–2 cm dicke Scheiben schneiden. Vor dem Servieren mit flüssiger Butter bestreichen.

 

Persönlich empfohlen

Markus’ Tipp

„Rehragout kenne ich noch gut aus meiner Lehrzeit. In Oberösterreich haben wir Wild gerne mit Wildpreiselbeeren und böhmischen Knödeln serviert. Zuhause kannte ich Wildgerichte etwas anders – meistens ein wenig süßer und mit deutlich weniger Wacholder. Irgendwie sind mir beide Varianten geblieben und heute nehme ich mir von beiden das mit, was mir schmeckt. Bei den Knödeln noch ein kleiner Tipp: Wenn sie besonders locker werden sollen, das Eiklar separat aufschlagen und erst ganz zum Schluss vorsichtig unterheben.“

Gerade zu Rehragout mag ich Rotkraut mit Apfel und einer feinen Säure besonders gerne.

Das zeichnet dieses Rezept aus.

Kategorie Fleisch
Küchenstil Regionale Küche
Technik Schmoren
Hauptzutat Wild
Restaurant Im ARX serviert