Medien 23.03.2013

Ostermenü – Eier, Lamm und Osterschinken

2013 durfte ich für die OÖNachrichten ein Ostermenü zum Nachkochen entwickeln. Ein alter Beitrag, bei dem ich heute noch einiges von meiner damaligen Art zu kochen wiedererkenne.

Ostermenü – Eier, Lamm und Osterschinken

23. März 2013 – wenn ich solche alten Beiträge heute wieder finde, muss ich schon ein bisschen schmunzeln. Damals war ich Küchenchef im Linzer Domviertel und durfte für die OÖNachrichten ein komplettes Ostermenü zum Nachkochen entwickeln.

Interessant finde ich heute weniger, wie ich damals einen Teller angerichtet hätte. Viel spannender ist für mich, dass ich beim Lesen einige Gedanken wiedererkenne, die mich beim Kochen bis heute begleiten.

Nicht kompliziert – sondern gut nachkochbar.

Schon damals war für mich klar: Ein Menü für eine Zeitung darf nicht so kompliziert sein, dass es zuhause niemand nachkochen kann. Genau dieser Gedanke gefällt mir heute eigentlich noch besser als damals.

Kochen wird für mich nicht automatisch besser, nur weil es komplizierter wird. Gute Produkte, eine saubere Zubereitung und ein paar Komponenten, die wirklich zusammenpassen, sind mir wesentlich lieber.

Mein Ostermenü von 2013

Als Vorspeise gab es eine Mais-Rohschinken-Suppe mit Tomatenschaum. Ingwer spielte dabei ebenfalls eine kleine Rolle. Im Artikel habe ich ihn als Geschmacksverstärker beschrieben – allerdings nur so dosiert, dass man ihn im fertigen Gericht kaum oder gar nicht bewusst herausschmeckt.

Die Hauptspeise war eine Lammkrone mit Kräutern, Gemüse und gebackenem Ei. Das Ei wurde weich gekocht, vorsichtig geschält, paniert und anschließend ausgebacken. Eine Kombination, die ich mir heute durchaus noch einmal vornehmen würde – wahrscheinlich ein wenig anders, aber die Grundidee gefällt mir immer noch.

Zum Abschluss gab es Eiernockerl im Eierlikörsüppchen. Die Nockerl wurden aus Eischnee pochiert und mit einem kalten Eierlikörsüppchen serviert. Für Kinder gab es natürlich eine Variante ohne Eierlikör.

Auch die Bilder gehören zur Erinnerung

Fotografiert hat den Beitrag damals Volker Weihbold. Wenn ich solche alten Artikel heute wieder anschaue, sind es deshalb nicht nur die Gerichte und Rezepte, die Erinnerungen zurückbringen. Auch die Bilder und die Menschen, die an solchen Tagen dabei waren, gehören für mich zu dieser Zeit.

13 Jahre später

Natürlich hat sich meine Küche seit 2013 verändert. Techniken, Anrichten und auch mein eigener Stil haben sich weiterentwickelt. Das gehört dazu.

Was mich beim Lesen aber freut: Der Grundgedanke ist geblieben. Ich wollte schon damals keine komplizierte Küche machen, nur damit sie kompliziert aussieht.

Und genau deshalb möchte ich solche alten Beiträge hier sammeln. Nicht weil ich heute alles genauso machen würde, sondern weil sie zeigen, woher manche Gedanken kommen und wie sich meine Küche über die Jahre entwickelt hat.

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