Einsatz-Chili mit Rindfleisch, Bohnen, Paprika und Mais

Rezept von Markus Kapeller

Einsatz-Chili

Rind | Bohnen | Paprika | Mais

„Chili ist für mich wie gemacht für die Einsatzküche. Es lässt sich problemlos für eine größere Mannschaft vorbereiten, kann auch einmal länger warm stehen und schmeckt aufgewärmt fast noch besser. Rindfleisch, Paprika, Bohnen und Mais bilden die Basis und dann darf das Ganze in Ruhe vor sich hin schmoren. Und wenn kurz vor dem Essen der Pager geht, ist das beim Chili auch kein Drama – nach dem Einsatz wartet eben noch ein heißer Topf auf die Mannschaft.“
Zum Rezept
Portionen 10 Portionen
Vorbereitung 30 Minuten
Garzeit 90 Minuten
Schwierigkeit Einfach
Saison Ganzjährig

Schritt für Schritt zum Gericht

Das Rindfleisch portionsweise in einem großen Topf mit etwas Rapsöl kräftig anbraten. Dabei wirklich Farbe nehmen lassen – die Röstaromen geben dem Chili später seine Tiefe. Das Fleisch herausnehmen und kurz beiseitestellen.

Zwiebeln fein schneiden und im Bratensatz langsam goldbraun rösten. Knoblauch fein hacken, Paprika in Würfel und die Chilischoten fein schneiden. Alles zu den Zwiebeln geben und kurz mitrösten.

Tomatenmark einrühren und ebenfalls kräftig anrösten. Paprikapulver, geräuchertes Paprikapulver, Kreuzkümmel und Oregano zugeben und nur kurz mitrösten.

Das angebratene Rindfleisch wieder in den Topf geben. Mit den gehackten Tomaten und dem Rinderfond aufgießen und alles gut vermengen.

Das Chili bei kleiner Hitze etwa 60–90 Minuten langsam köcheln lassen. Gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas Fond oder Wasser nachgießen.

Kidneybohnen, schwarze Bohnen und Mais abspülen, gut abtropfen lassen und etwa 20 Minuten vor Ende der Garzeit unter das Chili mischen.

Zum Schluss die dunkle Schokolade einrühren und das Chili mit Salz und schwarzem Pfeffer kräftig abschmecken.

Das fertige Einsatz-Chili einige Minuten ziehen lassen. Mit einem Löffel Sauerrahm und frischer Petersilie oder Koriander servieren. Dazu passt kräftiges frisches Brot.

Persönlich empfohlen

Markus’ Tipp

„Chili gehört für mich zu den Gerichten, die am nächsten Tag meistens sogar noch besser schmecken. Wenn es möglich ist, koche ich es deshalb schon am Vortag, lasse es über Nacht durchziehen und schmecke es beim Erwärmen noch einmal ab. Bei der Schärfe bin ich für eine größere Mannschaft lieber etwas vorsichtiger – nachschärfen kann jeder selbst.

Die Einsatzküche ist für mich mittlerweile ein echtes Herzensprojekt. Kochbücher für Feuerwehr und Einsatzorganisationen gibt es zwar einige, aber ehrlich gesagt hat mich keines davon dazu gebracht, selbst in diese Richtung zu denken. Den Anstoß gab erst FireServ. Dort meinte man zu mir, dass so ein Bereich auf meiner Homepage richtig cool wäre, weil viele Kameradinnen und Kameraden nach Rezepten suchen, die im Dienst auch wirklich funktionieren.

Und genau daraus entsteht jetzt Schritt für Schritt meine Einsatzküche: Rezepte für eine Mannschaft, gut vorzubereiten und so gedacht, dass man den Kochlöffel auch einmal sofort zur Seite legen kann, wenn ein Notfall reinkommt. Denn in einer Dienststelle bestimmt am Ende eben nicht der Herd, wann gegessen wird.“

Das zeichnet dieses Rezept aus.

Kategorie Hauptspeisen
Küchenstil Hausmannskost · Home Cooking
Technik Schmoren
Hauptzutat Rind