Zutaten für österreichisches Kartoffelgulasch

Rezept von Markus Kapeller

Kartoffelgulasch

Österreichischer Klassiker – herzhaft & einfach

„Kartoffelgulasch gehört für mich zu den Gerichten, die zeigen, dass es nicht viele Zutaten braucht, damit etwas richtig gut schmeckt. Viel Zwiebel, ordentlich Paprika, Kartoffeln und vor allem ein bisschen Zeit – daraus entsteht diese kräftige, sämige Sauce, die ich daran so gerne mag. Bei mir kommt zum Schluss gerne noch ein Klecks Sauerrahm dazu und dann braucht es eigentlich nur noch ein Stück gutes Brot zum Auftunken.“
Zum Rezept
Portionen 4 Portionen
Vorbereitung 20 Minuten
Garzeit 40 Minuten
Schwierigkeit Einfach
Saison Ganzjährig
Getränkeempfehlung hierzu würde ich ein Bier trinken

Schritt für Schritt zum Gericht

 

1. Kartoffeln schälen und in etwa 2–3 cm große Stücke schneiden. Zwiebeln schälen, halbieren und fein schneiden. Knoblauch fein hacken.

2. Butterschmalz in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze langsam goldbraun rösten. Dafür ruhig 10–15 Minuten Zeit nehmen – die Zwiebeln bilden später die Basis für Geschmack und Bindung.

3. Knoblauch, Kümmel und Tomatenmark zugeben und kurz mitrösten. Den Topf von der Hitze nehmen, Paprikapulver einrühren und sofort mit Weißweinessig ablöschen. Mit Gemüsefond aufgießen.

4. Kartoffeln und Lorbeerblatt zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und das Gulasch bei kleiner bis mittlerer Hitze etwa 30 Minuten sanft köcheln lassen.

5. Sobald die Kartoffeln weich sind, einige Kartoffelstücke mit dem Kochlöffel leicht zerdrücken. Dadurch bekommt das Gulasch seine natürliche, sämige Bindung – Mehl brauchen wir keines.

6. Noch einmal mit Salz, Pfeffer und bei Bedarf einem kleinen Schuss Essig abschmecken. Lorbeerblatt entfernen.

7. Heiß anrichten und mit Sauerrahm, Petersilie und nach Wunsch etwas fein geriebener Zitronenschale fertigstellen.

Persönlich empfohlen

Markus’ Tipp

„Beim Kartoffelgulasch sind für mich die Zwiebeln fast wichtiger als die Kartoffeln. Ich lasse ihnen beim Rösten ordentlich Zeit – genau dort entstehen Süße, Geschmack und später auch ein Teil der Bindung. Am Ende zerdrücke ich ein paar Kartoffelstücke direkt im Gulasch. Dadurch wird die Sauce schön sämig und ich brauche dafür kein Mehl.

Gerade bei so einfachen Gerichten zeigt sich für mich echtes Handwerk. Denn die sind manchmal gefährlicher als jeder komplizierte Teller – sie wecken Erinnerungen und jeder weiß ganz genau, wie es für ihn schmecken soll. Vor Kurzem sagte mir ein Gast, dass er eigentlich kein Kartoffelgulasch mehr bestellt. Bei uns war er dann doch neugierig und hat es probiert. Danach meinte er, es hätte ihm sogar einen Tick besser geschmeckt als das seiner Mutter. Ganz ehrlich: Bei so einem Satz bekomme ich Gänsehaut – sogar jetzt wieder beim Schreiben. Ein größeres Kompliment kann man einem Koch bei so einem Gericht eigentlich kaum machen.“

 

Das zeichnet dieses Rezept aus.

Kategorie Hauptspeisen · Omas Küche
Küchenstil Österreichische Küche
Technik Schmoren · Kochen
Hauptzutat Kartoffel · Paprika
Restaurant Im ARX serviert