Rosmarin-Zander mit Hafer, Fenchel und eingelegten Senfkörnern

Rezept von Markus Kapeller

Gebeizter Rosmarin-Zander

Mit cremigem Hafer, Fenchel und eingelegten Senfkörnern

„Beim Zander arbeite ich hier mit einer feinen Rosmarinbeize, die dem Fisch Würze gibt, ohne seinen eigenen Geschmack zu überdecken. Dazu kommt cremig gekochter Hafer – für mich eine richtig schöne Alternative zu den klassischen Beilagen. Den Fenchel lasse ich langsam schmoren, damit seine leichte Süße herauskommt, und die eingelegten Senfkörner bringen genau die Säure dazu, die der Teller noch braucht. Ein Gericht mit heimischem Fisch und Zutaten, die für mich sehr gut zeigen, wie moderne Alpenküche funktionieren kann.“
Zum Rezept
Portionen 4
Vorbereitung 45 Minuten
Garzeit 30 Minuten
Schwierigkeit Mittel
Saison Sommer
Getränkeempfehlung Steirischer Sauvignon Blanc

Schritt für Schritt zum Gericht

Die Senfkörner etwa 20 Minuten in Wasser weich kochen.

Wasser, Essig, Zucker und eine Prise Salz aufkochen. Die Senfkörner hinzufügen und weitere 10 Minuten ziehen lassen.

Rosmarin fein hacken und mit Salz, Zucker und Zitronenabrieb vermischen.

Die Zanderfilets vollständig mit der Mischung bedecken und 30 Minuten im Kühlschrank beizen.

Die Schalotte fein würfeln und in Butter glasig anschwitzen.

Den Hafer hinzufügen, kurz mitrösten und mit Weißwein ablöschen.

Nach und nach den Gemüsefond hinzufügen und unter ständigem Rühren cremig einkochen.

Den geriebenen Bergkäse unterheben.

Den Fenchel in feine Streifen schneiden und in Butter langsam weich dünsten.

Den Dill mit dem Pflanzenöl fein mixen und durch ein feines Sieb passieren.

Die Beize vom Zander entfernen und die Filets trocken tupfen.

Die Zanderfilets auf der Hautseite knusprig anbraten, wenden und fertig garen.

Den Hafer auf dem Teller verteilen.

Den Zander daraufsetzen und den Fenchel daneben anrichten.

Mit eingelegten Senfkörnern und einigen Tropfen Dillöl vollenden.

Persönlich empfohlen

Markus’ Tipp

„Die Senfkörner lege ich gerne schon im Voraus ein. Ihre Säure funktioniert richtig gut zum cremigen Hafer und zum Fisch. Den Hafer selbst röste ich vor dem Kochen kurz trocken an – dadurch bekommt er mehr Biss und einen leicht nussigen Geschmack. Beim Rosmarin dagegen lieber mit Gefühl arbeiten. Der Zander soll nach Fisch schmecken und nicht nach einem ganzen Rosmarinstrauch.

Der Zander gehört von seiner Struktur her ganz klar zu meinen heimischen Lieblingsfischen. Ich mag ihn vor allem deshalb, weil man mit ihm unglaublich kreativ arbeiten kann. Knusprig auf der Haut gebraten, gebeizt, gegrillt oder mit ganz unterschiedlichen Beilagen kombiniert – er macht einfach vieles mit, ohne dabei seinen eigenen Charakter zu verlieren. Genau solche Produkte liebe ich als Koch: Sie geben einem eine Richtung vor, setzen der Kreativität aber kaum Grenzen.“

 

Das zeichnet dieses Rezept aus.

Kategorie Vorspeisen · Hauptspeisen
Küchenstil Moderne Alpenküche
Technik Beizen
Hauptzutat Zander · Fenchel
Restaurant Im ARX serviert