Hirsch-Ossobuco mit cremiger Polenta, Petersilienwurzel und Wildpreiselbeeren

Rezept von Markus Kapeller

Hirsch-Ossobuco mit Polenta und Wildpreiselbeeren

Langsam geschmort mit Petersilienwurzel und cremiger Polenta

Ossobuco muss für mich nicht immer vom Kalb sein. Gerade Hirsch eignet sich richtig gut dafür, weil die Haxe beim langsamen Schmoren Zeit bekommt und die Sauce dabei ordentlich Geschmack entwickelt. Dazu brauche ich gar nicht viel: eine cremige Polenta, Petersilienwurzel und Wildpreiselbeeren. Die Preiselbeeren sind für mich wichtig, weil ihre Säure dem kräftigen Hirsch guttut. Das ist genau die Art von Gericht, die ich gerne koche, wenn es draußen wieder kühler wird. Ein großer Topf, genügend Zeit und am Ende eine Sauce, von der am Teller ruhig etwas mehr sein darf.
Zum Rezept
Portionen 4
Vorbereitung 30 Minuten
Garzeit 3 Stunden
Schwierigkeit Fortgeschritten
Saison Herbst · Winter
Getränkeempfehlung Kräftiger Blaufränkisch oder ein nicht zu schwerer Syrah.

Schritt für Schritt zum Gericht

HIRSCH-OSSOBUCO

Die Hirschhaxen mit Salz und Pfeffer würzen. In einem großen Bräter das Pflanzenöl erhitzen und die Haxen von beiden Seiten kräftig anbraten. Herausnehmen und kurz beiseitestellen.

Zwiebeln, Karotten und Sellerie grob schneiden und im gleichen Bräter ordentlich anrösten. Tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten.

Mit einem Teil des Rotweins ablöschen und fast vollständig einkochen lassen. Diesen Vorgang noch zweimal wiederholen. Dadurch bekommt die Sauce später ihre kräftige Farbe und ihren Geschmack.

Wildfond angießen. Wacholder, Lorbeer, Thymian und Rosmarin dazugeben und die Hirschhaxen wieder in den Bräter legen.

Zugedeckt bei 150 °C Ober-/Unterhitze etwa 2 1/2 bis 3 Stunden schmoren. Das Fleisch soll weich sein, aber noch am Knochen bleiben.

Die Haxen vorsichtig herausnehmen. Den Schmorfond durch ein feines Sieb passieren und auf die gewünschte Konsistenz einkochen. Abschmecken und zum Schluss die kalte Butter einrühren. Die Hirschhaxen nochmals in der Sauce erwärmen.


CREMIGE POLENTA

Milch und Gemüsefond aufkochen. Die Polenta langsam einrieseln lassen und dabei ständig rühren.

Bei kleiner Hitze nach Packungsangabe garen und immer wieder umrühren. Butter und Parmesan einarbeiten und mit Salz und etwas Muskat abschmecken.

Die Polenta soll beim Anrichten noch schön cremig sein. Wird sie zu fest, einfach mit etwas heißer Milch oder Fond wieder lockern.


PETERSILIENWURZEL

Petersilienwurzel schälen und in gleichmäßige Stücke schneiden.

Butter in einer Pfanne aufschäumen lassen, Petersilienwurzel dazugeben und kurz anschwitzen. Gemüsefond und Honig dazugeben und bei mittlerer Hitze garen.

Zum Schluss die Flüssigkeit fast vollständig reduzieren, sodass die Petersilienwurzel leicht glasiert ist. Mit Salz abschmecken.


WILDPREISELBEEREN

Wildpreiselbeeren mit Honig, Rotweinessig, Zitronenabrieb und Olivenöl vorsichtig vermengen.

Die fein geschnittene Petersilie unterheben und mit wenig Salz abschmecken. Nicht kochen – die Preiselbeeren sollen ihre Frische und Struktur behalten.


ANRICHTEN

Die cremige Polenta auf den Teller geben und das Hirsch-Ossobuco daraufsetzen. Etwas von der Schmorsauce darübergeben.

Petersilienwurzel daneben anrichten und die Wildpreiselbeeren erst zum Schluss dazugeben.

Persönlich empfohlen

Markus’ Tipp

Bei Ossobuco bin ich beim Schmoren lieber etwas geduldiger. Wenn sich das Fleisch schon nach zwei Stunden vom Knochen löst, war es für mich eher zu heiß als besonders gut geschmort. Ich lasse es lieber langsam weich werden und reduziere dafür am Schluss die Sauce separat. Und davon mache ich grundsätzlich etwas mehr – bei Polenta und einer guten Schmorjus bleibt bei uns selten viel davon übrig.

Das zeichnet dieses Rezept aus.

Kategorie Hauptspeisen · Wild
Küchenstil Moderne Alpenküche
Technik Schmoren