Fluffiger österreichischer Kaiserschmarrn mit Staubzucker und Zwetschkenröster

Rezept von Markus Kapeller

Kaiserschmarrn – original österreichisch

Fluffig, karamellisiert und wie auf der Hütte

„Beim Kaiserschmarrn bin ich ziemlich klassisch unterwegs. Innen muss er locker und saftig bleiben, außen möchte ich schöne goldbraune Stellen und ein bisschen Karamell. Danach wird er grob zerrissen, noch einmal kurz in der Pfanne geschwenkt und ordentlich mit Staubzucker bestäubt. Dazu ein guter Zwetschkenröster – und für mich gibt es eigentlich keinen Grund, an diesem österreichischen Klassiker noch viel herumzuschrauben.“
Zum Rezept
Portionen 4
Vorbereitung 15 Minuten
Garzeit 20 Minuten
Schwierigkeit Einfach
Saison Ganzjährig

Schritt für Schritt zum Gericht

Die Rosinen nach Wunsch etwa 15 Minuten in Rum einweichen.

Die Eier trennen. Mehl, Milch, Eigelb, Vanillezucker und Salz zu einem glatten Teig verrühren.

Das Eiweiß mit dem Zucker zu einem cremigen, stabilen Schnee schlagen.

Den Eischnee vorsichtig unter den Teig heben. Nicht zu stark rühren, damit möglichst viel Luft im Teig bleibt.

Die Butter in einer großen beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze aufschäumen lassen. Den Teig etwa 2–3 cm hoch eingießen und die Rosinen darauf verteilen.

Den Kaiserschmarrn bei mittlerer Hitze langsam goldbraun backen. Sobald die Unterseite Farbe angenommen hat und die Masse zu stocken beginnt, wenden. Das funktioniert am einfachsten, wenn man den Schmarrn vorher in mehrere große Stücke teilt.

Auch die zweite Seite goldbraun backen.

Den Kaiserschmarrn mit zwei Pfannenwendern in unregelmäßige Stücke zerreißen.

Den Zucker darüberstreuen und den Schmarrn noch kurz in der Pfanne schwenken, bis der Zucker leicht karamellisiert.

Sofort auf Tellern anrichten und großzügig mit Staubzucker bestreuen.

Dazu passt klassisch Zwetschkenröster oder Apfelmus.

Persönlich empfohlen

Markus’ Tipp

„Für einen richtig flaumigen Kaiserschmarrn hebe ich den Eischnee nur locker unter die Masse. Nicht mehr wild herumrühren – die Luft möchte ich schließlich im Teig behalten. Nach dem Zerreißen gebe ich noch etwas Butter und Zucker in die Pfanne und lasse den Schmarrn kurz karamellisieren. Genau diese goldbraunen, leicht knusprigen Stellen zwischen dem weichen, saftigen Schmarrn machen für mich den Unterschied.

Kaiserschmarrn ist wahrscheinlich eines der meistbestellten und gleichzeitig meistverfluchten Desserts in österreichischen Küchen. Wenn du eigentlich überhaupt keine Zeit hast oder der Patissier gerade frei hat, kannst du fast darauf wetten, dass plötzlich einer bestellt wird. Und dann steht man da und macht „schnell“ einen Kaiserschmarrn, der auf der Karte meistens auch noch ordentlich Geld kostet. Aber so sehr man ihn in diesem Moment verfluchen kann: Wenn er wirklich frisch und ordentlich gemacht wird, steckt eben auch Arbeit dahinter. Und spätestens beim ersten richtig flaumigen, karamellisierten Stück weiß ich wieder, warum dieser Klassiker seinen Platz verdient hat.“

Das zeichnet dieses Rezept aus.

Kategorie Desserts
Küchenstil Österreichische Küche
Technik Braten
Hauptzutat Ei · Mehl