Klassische Rinderrouladen mit kräftiger Schmorsauce und Kartoffelknödel

Rezept von Markus Kapeller

Rinderrouladen klassisch

Mit Senf, Speck, Essiggurkerl und kräftiger Schmorsauce

„Rinderrouladen sind für mich ein Gericht, bei dem man die Zeit nicht abkürzen sollte. Dünn geklopftes Rindfleisch wird ordentlich mit Senf bestrichen, mit Speck, Essiggurkerl und Zwiebeln gefüllt, eingerollt und kräftig angebraten. Danach dürfen die Rouladen langsam in ihrer Sauce schmoren, bis das Fleisch richtig weich ist. Und genau während dieser Zeit passiert das Entscheidende: Fleisch, Röstansatz und Füllung geben ihren Geschmack an die Sauce ab – und am Ende möchte man davon eigentlich mehr als von der Roulade selbst.“
Zum Rezept
Portionen 4
Vorbereitung 30 Minuten
Garzeit 2 Stunden
Schwierigkeit Mittel
Saison Ganzjährig
Getränkeempfehlung Zweigelt oder Blaufränkisch

Schritt für Schritt zum Gericht

Die Rindsschnitzel zwischen zwei Lagen Folie dünn klopfen. Mit Salz und Pfeffer würzen und auf einer Seite gleichmäßig mit Senf bestreichen.

Speck auflegen. Essiggurkerl längs in Streifen und die Zwiebel in feine Streifen schneiden und auf dem Fleisch verteilen.

Die Seiten der Rindsschnitzel leicht einschlagen, anschließend straff zu Rouladen aufrollen und mit Küchengarn oder Rouladennadeln fixieren.

Karotten, Sellerie und Zwiebel für die Sauce in kleine Würfel schneiden.

Öl in einem Bräter erhitzen. Die Rinderrouladen von allen Seiten kräftig anbraten, anschließend herausnehmen und beiseitestellen.

Das vorbereitete Gemüse im Bratrückstand kräftig anrösten. Tomatenmark zugeben und kurz mitrösten.

Mit Rotwein ablöschen und nahezu vollständig einkochen lassen. Diesen Vorgang nach Möglichkeit ein zweites Mal mit etwas Rotwein wiederholen – dadurch bekommt die Sauce mehr Tiefe und eine kräftigere Farbe.

Mit Rinderfond aufgießen. Lorbeer und Thymian zugeben und die Rouladen wieder in den Bräter legen.

Zugedeckt bei etwa 160 °C Ober-/Unterhitze für ca. 1 1/2 bis 2 Stunden im Backofen schmoren, bis das Fleisch weich ist. Die Rouladen währenddessen ein- bis zweimal wenden.

Die fertigen Rouladen aus der Sauce nehmen und warm stellen. Lorbeer und Thymian entfernen. Die Sauce durch ein feines Sieb passieren und anschließend auf die gewünschte Konsistenz einkochen.

Falls notwendig, mit wenig in kaltem Wasser angerührter Speisestärke leicht binden. Zum Schluss die kalte Butter einrühren und die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Küchengarn oder Rouladennadeln entfernen. Die Rinderrouladen mit der kräftigen Schmorsauce servieren.

Persönlich empfohlen

Markus’ Tipp

„Die Rouladen brate ich nach dem Füllen wirklich kräftig von allen Seiten an. Genau dieser Röstansatz ist später die Basis für die Sauce – und da möchte ich ordentlich Geschmack mitnehmen. Beim Schmoren dagegen geht es gemütlich weiter. Lieber etwas weniger Hitze und dafür mehr Zeit. Fertig sind die Rouladen für mich dann, wenn das Fleisch so weich ist, dass es sich beinahe mit der Gabel teilen lässt. Die Sauce passiere ich zum Schluss und reduziere sie kräftig ein. Wenn der Ansatz und die Schmorzeit passen, braucht es für mich keine zusätzliche Bindung.

Rinderrouladen sind wahrscheinlich eines dieser Gerichte, die man als österreichischer Koch im Laufe seines Lebens tonnenweise produziert. Ich habe sie in allen möglichen Variationen gekocht, verändert und damit herumgespielt. Aber bei diesem Gericht lande ich am Ende trotzdem immer wieder beim Original – bei der Küche unserer Omas und Mamas. Und wenn jemand genau diese scheinbar einfachen Klassiker richtig beherrscht, holt mich das als Koch total ab. Denn gerade bei solchen Gerichten kann man nichts verstecken.“

 
 
 

Das zeichnet dieses Rezept aus.

Kategorie Hausmannskost
Küchenstil Österreichische Küche
Technik Schmoren
Hauptzutat Rind