Zutaten für Maishendl mit Marille, Fenchel und cremiger Polenta

Rezept von Markus Kapeller

Maishendl mit Marille, Fenchel & cremiger Polenta

Sommerliche Alpenküche

„Maishendl und Marille ist für mich eine richtig schöne Sommerkombination. Das Hendl bekommt ordentlich Farbe und bleibt innen saftig, dazu kommen Fenchel, reife Marillen und cremige Polenta. Ich mag besonders die leichte Säure und Süße der Marille zum gebratenen Fleisch – der Fenchel bringt noch einmal eine ganz andere Würze dazu. Ein Teller mit wenigen Komponenten, die zusammen richtig gut funktionieren.“
Zum Rezept
Portionen 4 Portionen
Vorbereitung 30 Minuten
Garzeit 35 Minuten
Schwierigkeit Mittel
Saison Sommer
Getränkeempfehlung Sauvignon Blanc – trocken, frisch und mineralisch

Schritt für Schritt zum Gericht

Die Maishendlbrüste etwa 20 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen und trocken tupfen. Mit Salz würzen.

Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Maishendlbrüste mit der Hautseite nach unten einlegen und bei mittlerer Hitze langsam goldbraun und knusprig braten. Wenden, Butter und etwas Thymian zugeben und kurz nachbraten. Anschließend bei 120 °C im Backofen bis zu einer Kerntemperatur von etwa 68 °C ziehen lassen. Vor dem Anrichten einige Minuten ruhen lassen.

Für die Polenta Fond und Milch aufkochen. Die Polenta unter ständigem Rühren einrieseln lassen und bei kleiner Hitze cremig garen. Parmesan und Butter unterrühren. Mit Salz und etwas Muskat abschmecken. Die Polenta soll weich und cremig bleiben.

Den Fenchel putzen und in Spalten schneiden. Etwas Fenchelgrün für das Anrichten aufbewahren. Die Fenchelspalten in Olivenöl langsam anbraten, bis sie Farbe bekommen, aber noch etwas Biss haben. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Marillen halbieren und entsteinen. Mit der Schnittfläche nach unten kurz in einer heißen Pfanne anbraten. Sie sollen leicht karamellisieren, aber ihre Form behalten.

Für den Kräuterjus die Schalotte fein schneiden und kurz anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen und reduzieren lassen. Geflügelfond und die Kräuter zugeben und auf etwa die Hälfte einkochen. Durch ein feines Sieb passieren und kurz vor dem Servieren die kalte Butter einmontieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die cremige Polenta auf den Teller geben. Fenchel und gebratene Marillen darauf verteilen. Die Maishendlbrust aufschneiden und mit der knusprigen Hautseite nach oben anrichten. Etwas Kräuterjus angießen und mit Fenchelgrün und frischen Gartenkräutern vollenden.

Persönlich empfohlen

Markus’ Tipp

„Die Maishendlbrust brate ich zuerst ganz in Ruhe auf der Hautseite. Nicht ständig drehen oder daran herumspielen – die Haut braucht Zeit, damit sie richtig schön knusprig wird, ohne dass die Brust dabei trocken wird. Die Marillen dagegen bekommen nur kurz ordentlich Hitze. Sie dürfen Farbe bekommen, sollen aber ihre Form und vor allem ihre fruchtige Säure behalten.

Hendl und Marille ist für mich einfach eine dieser Sommerkombinationen, die jedes Jahr wieder auf den Teller gehört. Schade finde ich nur, dass ich heuer keine Wachauer Marillen bekommen habe – die hätten dem Gericht noch ein kleines Stück mehr Österreich gegeben. Aber manchmal muss man eben mit dem kochen, was man bekommt. Hauptsache, die Marillen sind reif und schmecken richtig gut.“

Das zeichnet dieses Rezept aus.

Kategorie Hauptspeisen
Küchenstil Moderne Alpenküche
Technik Braten · Kurzbraten
Hauptzutat Huhn
Restaurant Im ARX serviert