Mostkraut mit Apfel, Kümmel und fein geschmortem Weißkraut

Rezept von Markus Kapeller

Mostkraut mit Apfel & Most

Langsam geschmortes Weißkraut mit Apfel, Most und Gewürzen – kräftig, fein säuerlich und typisch österreichisch.

Mostkraut braucht eigentlich nicht viel, damit es richtig gut wird. Ich röste die Zwiebeln langsam an, gebe Apfel dazu und lasse den Most ordentlich einkochen. Dadurch bekommt das Kraut mehr Geschmack, ohne schwer zu werden. Am Ende soll es weich sein, aber noch etwas Struktur haben und eine feine Säure behalten. Besonders gut passt es zu Grammelknödeln, aber auch zu Ente, Schwein oder Wild.
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Portionen ca. 10
Vorbereitung Ca. 25 Minuten
Garzeit Ca. 60 Minuten
Schwierigkeit Einfach
Saison Herbst · Winter

Schritt für Schritt zum Gericht

1. KRAUT VORBEREITEN

Weißkraut vierteln, Strunk entfernen und das Kraut fein schneiden.

Zwiebeln in feine Streifen schneiden.

Äpfel schälen, entkernen und grob raspeln oder in feine Streifen schneiden.


2. ZWIEBELN ANRÖSTEN

Schmalz oder Butter in einem breiten Topf erhitzen.

Zwiebeln bei mittlerer Hitze langsam goldgelb rösten.

Sie sollen Farbe bekommen, aber nicht zu dunkel werden.


3. ZUCKER KARAMELLISIEREN

Zucker zugeben und leicht karamellisieren lassen.

Nicht zu dunkel werden lassen, sonst wird das Kraut bitter.


4. APFEL UND KRAUT ZUGEBEN

Äpfel und Weißkraut zugeben.

Alles gut durchmischen und einige Minuten mitrösten.

Das Kraut darf dabei leicht zusammenfallen.


5. MIT MOST ABLÖSCHEN

Mit Most ablöschen.

Die Flüssigkeit etwa auf die Hälfte reduzieren.

Dadurch wird der Mostgeschmack intensiver und das Kraut bekommt mehr Tiefe.


6. SCHMOREN

Apfelsaft und Gemüsefond zugeben.

Lorbeer, Wacholder, Kümmel und Pfeffer ergänzen.

Mit etwas Salz würzen.

Das Kraut bei niedriger Hitze etwa 45–60 Minuten langsam schmoren.

Es soll weich sein, aber noch Struktur haben.


7. ABSCHMECKEN

Lorbeer und Wacholder entfernen.

Mit Apfelessig und Salz abschmecken.

Je nach verwendeten Äpfeln und Most kann eine kleine Prise Zucker notwendig sein.

Das Kraut soll gleichzeitig süßlich, säuerlich und kräftig schmecken.


8. FERTIGSTELLEN

Für eine feinere Variante zum Schluss etwas kalte Butter einarbeiten.

Danach nicht mehr stark kochen.

Persönlich empfohlen

Markus’ Tipp

Beim Mostkraut achte ich vor allem darauf, dass es nicht zu süß wird.

Den Most lasse ich zuerst ordentlich einkochen, bevor Apfelsaft und Fond dazukommen. So wird der Geschmack kräftiger und das Kraut bleibt schön konzentriert.

Beim Apfel nehme ich lieber eine säuerliche Sorte. Die bringt Frische und rundet das Ganze ab, ohne dass man viel Zucker braucht.

Und beim Schmoren gilt: weich ja, zerkocht nein. Ein bisschen Struktur darf ruhig bleiben.

Besonders gut passt das Mostkraut zu Grammelknödeln mit Erdäpfelteig – genau dafür verwende ich es auch sehr gerne.

Zum Rezept für Grammelknödel

Das zeichnet dieses Rezept aus.

Kategorie Fleisch
Küchenstil Österreichische Küche
Technik Rösten · Karamellisieren · Reduzieren · Schmoren
Hauptzutat Weißkraut