Paprikahendl mit cremiger Paprikasauce und hausgemachten Spätzle

Rezept von Markus Kapeller

Paprikahendl mit Spätzle

Ein österreichischer Klassiker für viele

Paprikahendl gehört für mich zu diesen Gerichten, bei denen es gar nicht viel braucht. Eine kräftige Paprikasauce, saftiges Hendl und gute Spätzle – dann passt das. Für die Einsatzküche gefällt mir das Gericht besonders, weil man vieles vorbereiten kann und nicht nervös werden muss, wenn plötzlich niemand weiß, wann tatsächlich gegessen wird. Die Sauce verträgt ein bisschen Zeit sogar ganz gut und die Spätzle sind schnell fertig oder lassen sich später wieder in Butter schwenken. Genau solche Gerichte brauche ich für diesen Bereich: ordentlich gekocht, unkompliziert auszugeben und auch dann noch gut, wenn der Plan wieder einmal nicht ganz nach Plan läuft.
Zum Rezept
Portionen 4
Vorbereitung 25 Minuten
Garzeit 40 Minuten
Schwierigkeit Anfänger
Saison Ganzjährig

Schritt für Schritt zum Gericht

Hendloberkeulen in größere Stücke schneiden und mit Salz und Pfeffer würzen.

Zwiebeln fein schneiden. Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen und das Hendl portionsweise kräftig anbraten. Herausnehmen und beiseitestellen.

Die Zwiebeln im gleichen Topf langsam goldgelb anschwitzen. Knoblauch und Tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten.

Den Topf von der Hitze nehmen und beide Paprikapulver einrühren. Das ist wichtig, damit der Paprika nicht verbrennt und bitter wird.

Mit Hühnerfond aufgießen, Majoran und Kümmel dazugeben und das Hendl wieder einlegen. Bei kleiner Hitze etwa 30 bis 40 Minuten sanft schmoren, bis das Fleisch weich ist.

Das Hendl aus der Sauce nehmen. Schlagobers zugeben und die Sauce fein mixen. Sauerrahm einrühren und mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronenabrieb abschmecken. Das Fleisch wieder in die Sauce geben und nur noch sanft ziehen lassen.

Für die Spätzle Mehl, Eier, Milch, Salz und etwas Muskat zu einem zähen, glatten Teig verrühren. Den Teig kurz rasten lassen.

Spätzleteig durch eine Spätzlepresse oder vom Brett in kochendes Salzwasser geben. Sobald die Spätzle an die Oberfläche steigen, herausheben und gut abtropfen lassen.

Vor dem Servieren die Spätzle in Butter schwenken und mit etwas gehackter Petersilie vollenden.

Paprikahendl mit reichlich Sauce und den Butterspätzle servieren.

Persönlich empfohlen

Markus’ Tipp

Paprikahendl ist für mich ein perfektes Gericht, wenn man nicht genau weiß, wann alle am Tisch sitzen. Gerade bei einer Feuerwehr oder anderen Einsatzorganisation kann aus „wir essen um sieben“ sehr schnell „irgendwann später“ werden.

Deshalb nehme ich dafür lieber Hendloberkeulen als Brust. Sie bleiben saftiger und verzeihen es auch, wenn das Paprikahendl etwas länger warmgehalten oder später noch einmal vorsichtig erwärmt wird.

Für eine größere Mannschaft würde ich Sauce und Fleisch schon vorher komplett fertig machen. Die Spätzle ebenfalls vorkochen, kalt abschrecken und erst kurz vor dem Essen portionsweise mit Butter regenerieren. So funktioniert das auch für 10 oder 20 Leute ohne Stress.

Und wenn währenddessen der Pager geht: Herd aus, Deckel drauf und zuerst einmal das machen, was wichtiger ist. Genau dafür ist Einsatzküche gedacht.

Das zeichnet dieses Rezept aus.

Kategorie Hauptspeisen
Küchenstil Österreichische Küche
Technik Schmoren
Hauptzutat Huhn