Einsatz-Gulasch mit Serviettenknödel aus der Feldküche

Rezept von Markus Kapeller

Einsatzküche

Einsatz-Gulasch mit Serviettenknödel

„Die Einsatzküche ist für Menschen gedacht, bei denen das Essen auch einmal warten muss. Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, Bergrettung oder Schichtdienst – wenn der Einsatz kommt, ist eben Schluss mit gemütlich essen. Deshalb funktionieren hier Gerichte, die sich gut vorbereiten lassen, eine größere Mannschaft satt machen und auch nach dem Warmhalten oder Aufwärmen noch richtig gut schmecken. Ein Gulasch ist dafür für mich fast wie gemacht.“
Zum Rezept
Portionen 8 Portionen
Vorbereitung 30 Minuten
Garzeit 2 Stunden 30 Minuten
Schwierigkeit Einfach
Saison Ganzjährig

Schritt für Schritt zum Gericht

Einsatz-Gulasch

Die Zwiebeln im Butterschmalz bei mittlerer Hitze langsam goldbraun rösten. Je mehr Zeit man sich dafür nimmt, desto kräftiger wird später der Geschmack.

Knoblauch und Tomatenmark kurz mitrösten.

Den Topf vom Herd nehmen und beide Paprikapulver einrühren. Sofort mit Rotwein ablöschen, damit das Paprikapulver nicht bitter wird.

Das Fleisch zugeben und gut vermengen.

Mit Rinderbrühe aufgießen.

Kümmel, Majoran und Lorbeerblätter hinzufügen.

Mit geschlossenem Deckel etwa 2 bis 2½ Stunden sanft schmoren lassen.

Zum Schluss mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.

Falls die Sauce zu dünn sein sollte, ohne Deckel einige Minuten einkochen lassen.


Serviettenknödel

Die Zwiebel in Butter glasig anschwitzen.

Milch erwärmen und mit den Eiern verrühren.

Knödelbrot, Zwiebeln und Petersilie vermengen.

Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat würzen.

Die Milch-Ei-Mischung darüber gießen und alles vorsichtig vermengen.

15 Minuten ziehen lassen.

Die Masse auf Frischhaltefolie geben, zu einer Rolle formen und fest einwickeln. Anschließend zusätzlich in Alufolie einrollen.

Im leicht siedenden Wasser etwa 35–40 Minuten garen.

Vor dem Anschneiden fünf Minuten ruhen lassen.


Anrichten

Das heiße Gulasch großzügig auf vorgewärmte Teller geben.

Den Serviettenknödel in Scheiben schneiden und daneben anrichten.

Mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.

Dazu passt ein knackiger Blattsalat oder eingelegte Gurken.

Persönlich empfohlen

Markus’ Tipp

„Ein gutes Gulasch braucht Zeit – und genau deshalb passt es für mich perfekt in die Einsatzküche. Ich koche es am liebsten schon am Vortag. Über Nacht verbinden sich Zwiebeln, Paprika und Fleisch noch einmal ganz anders und am nächsten Tag schmeckt es für mich meistens sogar besser.

Und auf einer Dienststelle hat das noch einen anderen Vorteil: Wenn kurz vor dem Essen der Pager geht, muss niemand nervös werden. Das Gulasch wartet auf uns und wird danach einfach wieder langsam warm gemacht. Portionsweise lässt es sich außerdem problemlos kühlen oder einfrieren. Genau solche Gerichte brauche ich in der Einsatzküche – vorbereiten, gemeinsam essen und wenn der Einsatz dazwischenkommt, ist danach trotzdem noch etwas Gutes im Topf.“

Als Beilage passen auch meine hausgemachten Spätzle.

 

Das zeichnet dieses Rezept aus.

Kategorie Hauptspeisen
Küchenstil Österreichische Küche
Technik Schmoren
Hauptzutat Rind